sound design

Tongestaltung (Sound Design) ist die kreative Arbeit mit Klängen und Geräuschen. Anwendungsbereiche der Tongestaltung sind, neben Filmen (TV-Produktionen, TV-Spots, Produktpräsentation aber auch private Videoaufnahmen), zunehmend auch neuere Gebiete wie Multimedia-Anwendungen, Computerspiele und Videoproduktion im Social Media Bereich Weiters zählen unter anderem Geräusch- und Musikberatung, Produktion funktioneller Musik, sowie die Bearbeitung (Mastering) von Musikaufnahmen.

Tongestaltung bei Filmen

Die Gestaltung des Tons wird von dramaturgischen Anforderungen bestimmt und soll die Bildwirkung unterstützen: Er gibt die realen Komponenten des Films wieder, also beispielsweise die Dialoge der Akteure, das Plätschern eines Baches, den Start eines Flugzeuges. Diese Geräusche sind notwendig um beim Zuschauer die Illusion zu erzeugen „im Geschehen“ dabei zu sein. Er kann aber auch zusätzliche Informationen enthalten, die nicht im Bild zu sehen sind, beispielsweise eine sich unterhaltende Menschenmenge, die hinter einer verschlossenen Tür steht und nicht im Bild zu sehen ist.


Tongestaltung in den Medien

Im Hörfunk wird der Begriff Sound Design als Bezeichnung für das „Layout“ eines Senders, den technischen Klang  und die Produktion der damit verbundenen Elemente (Jingles, Trailer, Transitions usw.) verwendet. Die Abteilung Sound Design ist verantwortlich für die Produktion, Aktualisierung und Weiterentwicklung des Stationsounds.

Außerdem lässt sich der charakteristische Klang einer Marke oder eines Unternehmens gestalten. Der Corporate Sound als akustischer Teil des Corporate Design-Gesamtkonzepts findet sich z. B. bei Großunternehmen und Fernsehprogrammen.


Tongestaltung bei Videospielen

Durch die rasante Entwicklung der Videospielbranche, die danach strebt, möglichst realitätsnah zu sein, ist der Beruf des Sounddesigners immer wichtiger geworden. So wird z.B. in Ego-Shootern versucht, die Geräusche der Waffen zu optimieren, in Autorennsimulationen sind die Fahr- und Unfallgeräusche fast nicht mehr von echten zu unterscheiden. In Computer-Rollenspielen und Actionspielen wird der Spielverlauf zusätzlich durch Musik dramatisiert, was dem interaktiven Geschehen auf dem Bildschirm vergleichbare emotionale Stimulationen verleiht wie im Filmbereich.